Pressemitteilung

Die ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes: Der Grundpfeiler für lebenslange Gesundheit

Friedrichsdorf, 04.07.2014. Die ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes, von der Empfängnis bis zum Alter von zwei Jahren, gelten als wichtigste Phase, in der viele Faktoren die Chance auf spätere Gesundheit erhöhen können. In diesem "Zeitfenster der größtmöglichen Chancen" hat beispielsweise die Ernährung von Mutter und Kind einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der kindlichen Organe, deren Funktionsweise und Stoffwechsel.

Die aktuelle Forschung zeigt, dass Gesundheit und Krankheit eines Menschen wesentlich weniger durch seine vererbten Gene bestimmt werden als vermutet, sondern hauptsächlich über sogenannte epigenetische (griechisch „epí“ = zusätzlich) Vorgänge, die darüber entscheiden, was der Körper aus den vorhandenen Genen macht. Durch diese Vorgänge kann es zu Veränderungen einzelner Körpersysteme oder Organe kommen, die sich im Laufe des Lebens in bestimmten Krankheiten äußern, zum Beispiel den weit verbreiteten Volkskrankheiten.

Volkskrankheit Übergewicht

Übergewicht und Fettleibigkeit können zu vielen Folgeerkrankungen führen und stellen weltweit den fünftgrößten Risikofaktor dar, früher als der Durchschnitt zu sterben. Sogar Kinder sind bereits betroffen. In Deutschland liegt die Häufigkeit für kindliches Übergewicht bei 15 Prozent und steigt kontinuierlich an. Damit können Folgeerkrankungen wie Atemprobleme, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Gelenkbeschwerden sowie schwache schulische Leistungen, soziale Einsamkeit und ein geringes Selbstwertgefühl entstehen.

Frühkindliche Prägung durch Ernährung

Die Wissenschaft zeigt, welche Rolle die frühkindliche Ernährung dabei spielt, insbesondere in den ersten 1000 Tagen von der Zeugung bis zum Alter von zwei Jahren.

Damit ein Kind sich gesund entwickeln kann, sollten seine Eltern bereits vor der Empfängnis, besonders aber während Schwangerschaft, Stillzeit und den ersten Jahren nach der Geburt auf eine optimale Ernährung von sich und dem Kind achten. Optimal heißt, die Nahrungsauswahl immer der entsprechenden Lebensphase des Säuglings und Kleinkindes anzupassen.Denn ist bereits die Schwangere durch Fehlernährung übergewichtig, besteht die Gefahr, ein schweres Kind zur Welt zu bringen. Ein schweres Kind entwickelt sich später dann möglicherweise zum übergewichtigen Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes.

Stillen schützt

Muttermilch erhöht nachweislich den Schutz vor Übergewicht, Allergien und anderen Volkskrankheiten. Beispielsweise zeigen Studien, dass Stillen im Vergleich zur Flaschenernährung das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 bis 40 Prozent vermindern kann.

Dies gilt insbesondere für eine ausreichend lange Stillzeit. Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine Stilldauer von neun Monaten zu einer Senkung des Übergewichtsrisikos im späteren Leben führt. Jeder Monat des Stillens bis dahin vermindert dieses Risiko um zusätzliche vier Prozent.

Milupa Forschungsergebnisse

Milupa Experten aus den Bereichen Biologie, Ernährungswissenschaften und Medizin erforschen mit viel Leidenschaft seit mehr als 30 Jahren die Muttermilch, damit auch nicht gestillte Kinder in den Genuss einer Nahrung kommen, die einen optimalen Start für langfristige Gesundheit ermöglicht. Sie konnten beispielsweise zeigen, dass bestimmte Prebiotika eine gesunde Darmflora fördern und so die Abwehrkräfte stärken. Ein weiterer Erfolg der Milupa-Forschung war, dass sie die Bedeutsamkeit von langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (LCPs) zeigen konnte.Diese sind ein fester Bestandteil der Muttermilch und sorgen auch langfristig für eine optimale Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen.

Abwechslungsreiche Beikost und altersgemäße Kleinkindernährung

Die Nahrungspräferenzen in den ersten drei Lebensjahren sind prägend für die spätere Kindheit und sogar bis ins Erwachsenenalter. Deshalb sollte die Beikost eines Säuglings nicht nur altersgerecht, sondern auch möglichst vielseitig gestaltet sein, damit das Kind später gerne gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse isst.

Nicht nur Säuglinge, sondern auch Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren entwickeln sich rasant und brauchen eine gute und ausgewogene Ernährung, damit sie gesund bleiben. Aktuelle Studien zeigen jedoch: Kleinkinder in Deutschland bekommen zu wenig Vitamin D, Eisen und Jod, aber zu viel an Eiweiß, Salz und Zucker. Kindermilchen können dazu beitragen, diese Ernährungsschieflage zu verbessern. Dabei sollte ihre Zusammensetzung den Empfehlungen der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (DGKJ) entsprechen. Wenn Kindermilchen darüber hinaus Prebiotika enthalten, können sie zu einer gesunden Darmflora beitragen.

Pressekontakt:

Milupa GmbH

Stefan Stohl

Bahnstraße 14-30

61381 Friedrichsdorf

Tel. ++49 / (0)6172 / 99 - 1052

Fax ++49 / (0)6172 / 99 - 1728

E-Mail: stefan.stohl@milupa.de

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